Sparpotenziale im Fuhrpark aufspüren und nutzen

Könnten Sie aus dem Stegreif aufzeigen wo Sie Ihre Fuhrparkausgaben reduzieren können? Mit diesen 6 Tipps wird Sparen zum Kinderspiel – So erkennen Sie rechtzeitig Einsparungspotenziale und können Sie effektiv nutzen, um Ihre Fuhrparkkosten zu senken.


Bei der Firmenflotte Geld zu sparen, beginnt oft mit der einfachen Erkenntnis, dass der Fuhrpark oft der zweitgrößte Kostenfaktor nach dem Personal ist. Es lohnt sich also die Effizienzprüfung zur Chefsache zu machen, um das Sparpotential zu heben. Der hohe Kapitaleinsatz wird gerne übersehen, weil die Firmenflotte nicht zum Kerngeschäft gehört. Die Fahrzeuge sind Mittel zum Zweck, um andere Leistungen zu erbringen. Es lohnt sich für diese Punkte einen Blick zu entwickeln, der Ihrem Gespür für Effizienz im Kerngeschäft nahekommt.
Mit den folgenden Tipps können Sie diesen Blick schärfen.

1. Nutzen Sie Herstellerrabatte für Flotten

Wichtig ist es, auf Vermittler zu verzichten. Wenn Sie Fahrzeuge kaufen möchten, gehen Sie am besten direkt zum Hersteller und verhandeln mit den zuständigen Key Account Managern. Vergessen Sie nicht, dass Sie als Flottenmanager für die Hersteller ein toller Kunde sind: Sie kaufen diverse Fahrzeuge gleichzeitig, die Kosten für die Geschäftsanbahnung pro Auto sind daher für die Hersteller äußert günstig. Verhandeln Sie also auf Augenhöhe. Sie sind für Hersteller so interessant, dass diese bereit sind, ihre Vertragshändler zu umgehen. Aus diesem Grund, kamen die Herstellerrabatte für Flotten überhaupt erst ins Spiel. Behalten Sie dies im Hinterkopf, wenn Sie die Key Account Manager kontaktieren. Diese sind für große Bestellungen verantwortlich und zu erheblichen Rabatten bereit. Einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen nach, lassen sich Rabatte zwischen 10% bis 20% Prozent erzielen. Im Maximalfall können diese bis zu 35% betragen. Das größte Potenzial Ihre Fuhrparkkosten zu senken, liegt daher hier, bei der Anschaffung von Fahrzeugen.
Sie können viel Geld sparen, wenn Sie bereit sind viele Fahrzeuge des gleichen Modells mit der gleichen Ausstattung zu kaufen. Das gibt den Herstellern Planungssicherheit und senkt deren Kosten.

Einige Hersteller bieten sogenannte User-Chooser-Angebote, bei denen Flottenmanager die Ausstattungswünsche ihrer Fahrer berücksichtigen können.

Wenn Sie Geld sparen möchten, lassen Sie hier nicht locker und versichern Sie Ihrem Verhandlungspartner, dass es für Sie völlig in Ordnung ist, eine Gruppe von Autos mit der gleichen Ausstattung zu kaufen.

Wenn Sie standardisierte Fahrzeug-Konfigurationen bestellen, lassen sich weitere Rabatte verhandeln. Sie nehmen also nicht nur Autos mit identischer Ausstattung, sondern halten sich dabei an vorgegebene Ausstattungsvarianten.

2. Nicht klein beigeben bei Wertminderungen

Für Leasingnutzer gilt: Die größten Kostenfallen sind Wertminderungen durch Unfallschäden bzw. die dazugehörigen Reparaturkosten. Leasinganbieter nutzen als Grundlage meist die Preisliste von Vertragswerkstätten. Diese sind oft teurer als nötig. Freie Werkstätten können in vielen Fällen die gleiche Qualität zu einem deutlich niedrigeren Preis anbieten. Die Auswahl der Werkstätten ist jedoch verhandelbar. Zeigen Sie sich gut informiert und diskutieren Sie die Berechnungsgrundlage mit ihrem Leasinganbieter. Oft kann man die Nutzung von ausgewählten freien Werkstätten als Kompromiss vereinbaren.

3. Nutzen Sie auch freie Werkstätten

Vertragswerkstätten sind meist zuverlässige Partner. Sie, als Fuhrparkleiter, sind jedoch nicht verpflichtet dort jede Kleinigkeit in Ordnung bringen zu lassen. Oftmals lohnt es sich, hier nur Reparaturen durchführen zu lassen, die zur Garantieverlängerung beitragen. Für alles andere können Sie freie Werkstätten nutzen, solange es sich um eine Meisterwerkstatt handelt. Reparaturen bei anderen Werkstätten kann der Leasinganbieter als unzureichend abmahnen.

4. Tanken Sie günstiger mit Tankkarten

Durch Tankkarten, die von fast allen Tankstellen-Ketten angeboten werden, profitieren Fahrer von Mengen-Rabatten, da die Anbieter ihre Kundenbindung erhöhen wollen. Das Produkt Treibstoff hat keinen Marken-Wert, es macht für den Kunden keinen Unterschied, ob er bei Aral oder Shell tankt. Vergleichen Sie daher, welcher Anbieter die besten Konditionen bietet, um Sie und Ihre Fahrer zum regelmäßigen Tanken bei seinen Tankstellen zu bewegen.